Schmerzen

Schmerzen sind ein Symptom des Körpers – eher ein Hilfeschrei, dass im Körper irgendetwas nicht stimmt. Sie können unterschiedlichste Ursachen (funktionell oder systemisch) haben, werden vom Einzelnen auch unterschiedlich in Ausprägung und Intensität wahrgenommen.

  • Systemisch bedingte Schmerzen beziehen sich auf das Organsystem, das Zentrale Nervensystem (ZNS) oder die Muskulatur als Ganzes. Beispiele sind Tumorschmerzen, Rheuma, Sklerodermie und mehr.

 

  • Funktionell bedingte Schmerzen stellen Beschwerden dar, die keine organische Ursache erkennen lassen.

 

Der menschliche Körper kann durch seine Selbstheilungskräfte vieles selbst regenerieren. Schafft er dieses nicht in angemessener Zeit oder durch die Umstände, so sind die Folgen u.a. Schmerzen.

Die Behandlung der Funktionsstörungen sollte bei Beschwerden als erstes durchgeführt werden. Ausnahmen sind selbstverständlich lebensbedrohliche Krankheitsbilder, wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Tumorerkrankungen, etc., wo eine Verzögerung der Diagnostik und Behandlung nicht akzeptiert werden kann.

 

Die moderne Welt

Die meisten (modernen) Menschen haben zunächst ein funktionelles Problem. Der moderne Mensch hat allerdings den Bezug zu seinem Körper verloren, lebt mehr im Außen, hört nicht mehr auf eindeutige innere Signale. Beispiel: Rückenschmerzen (durch Funktionsstörungen) werden toleriert, bis man sich gar nicht mehr bewegen kann oder es gar zu einem Verschleiß durch Schonhaltungen und/oder Fehlbelastungen kommt.

In der Regel ist es das Darmkreuzbeingelenk (ISG – Ileo-Sakral-Gelenk), welches eine Blockade im Bewegungsapparat darstellt. Die Folge sind Rückenschmerzen, Ischiasprobleme (der sog. „Hexenschuss“), Gelenkschmerzen durch Fehlbelastung.

Ob Schreibtischarbeit im Büro oder Arbeitsbedingungen bei körperlich fordernden Berufen – das ISG ist für die geforderten, modernen Belastungen nur bedingt gut konstruiert. Die Evolution hat im zwar Verlauf von Millionen Jahren den Menschen aufrecht gehen lassen, doch ist die moderne Technik leider schneller als es die Evolution ausgleichen kann.

Zunehmend mangelnde oder fehlerhafte Bewegung (Computerbenutzung, Handyspiele, etc.) meist gepaart mit fehlerhafte Ernährung (Vitaminmangel, Adipositas) sorgen dafür, dass sich der Bewegungsapparat nicht richtig entfalten kann. Somit ist es kein Wunder, dass es zu Fehlstellungen kommen kann. Diese Fehlstellungen verursachen mit der Zeit eine Überlastung der Muskulatur und führen zu einem Erschöpfungszustand durch die anhaltende Fehlbelastung. Eine Schmerzmeldung tritt ein.

Simpel ausgedrückt. Vergleicht man den Muskel mit einem Arbeiter, so kann man sagen: Der Arbeiter (Muskel) führt Tätigkeiten auf Anforderung durch die Zentrale (Gehirn) durch. Keine Anforderung – keine Tätigkeit. Gibt das Gehirn die Information „Muskel, ziehe dich zusammen“, so erfüllt er diese Aufgabe. Danach entspannt sich der Muskel und erwartet die nächste Aktion.

Durch eine Fehlstellung des ISG ist der gesamt Stütz- und Bewegungsapparat verschoben und die Muskeln permanent im Arbeitseinsatz. Probiert man es selbst einmal aus, wenn man die eine Schulter zum Ohr zieht und die andere Hängen lässt, erfährt man recht schnell, wie schnell sich eine Verspannung einstellt. Wie lange hält man diese Spannung aufrecht? Der gesamte Körper steht bei einer Fehlstellung „unter Strom“. Durch diese Leistung versauert das Gewebe und wird hart. Die Folge sind Schmerzen. Die meisten bleiben dauerhaft – bis die Ursache, die Beckenfehlstellung, behoben ist.

 

Manu-fit

Hier setzt das Therapiekonzept Manu-fit (nach Dr. med. Anton Hack) an.

Dr. Hack sah sich als ehem. Betriebsarzt eines großen Automobilherstellers mit vielfältigen Problemen des Bewegungsapparates konfrontiert und hat dann aus der Osteopathie die Manu-fit -Therapie entwickelt.

Manu-fit ist eine Strategie zur Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparates.  Es ist eine Kombination der besten osteopathischen Behandlungsgriffe. In der Manu-fit -Therapie kommen unterschiedliche Griffe zum Einsatz, die alle weich und schonend wirken.

  • Akute Beschwerden

Die Belastbarkeit des Bewegungsapparates wird nicht nur durch bleibende nachweisbare destruktive Veränderungen ("Verschleiß"), sondern auch durch reversible (rückgängig zu machende) Bewegungsstörungen der Gelenkfunktionen bestimmt. Bei Beschwerden sind diese reversiblen Bewegungsstörungen die Hauptursache, bevor Verschleißerscheinungen das Krankheitsbild bestimmen. Sie können mit gutem Ergebnis behandelt werden.

Es liegt immer ein Befundkomplex vor. Die Probleme gehen dabei nicht von der schmerzhaften Zone, sondern immer von einer entfernt gelegenen nicht schmerzhaften Schlüsselstörung aus. Mit verschiedenen weichen und schonenden Techniken können die Schlüsselstörungen und auch komplexe Beschwerdebilder gelöst werden. Ein Risiko durch diese Behandlung ist nicht bekannt.

  • Chronische Beschwerden

Auch bei chronischen (schon länger bestehenden) Beschwerden kann eine Linderung herbeigeführt werden, so dass sich ein evtl. bereits vorhandener Verschleiß weniger belastend und schmerzhaft bemerkbar macht.

Löst man diese Blockaden, berichten einige Patienten spontan von einer deutlichen Linderung Ihrer Beschwerden. Unterstützend kann der Patient/Therapeut die Medi-Taping® Methode anwenden.

 

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