Antibiotika

Seit der Entdeckung der Antibiotika sind diese zu einer der wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten von Infektionskrankheiten geworden - bei Mensch und Tier. Inzwischen gibt es jedoch zahlreiche mutierte Bakterien, die gegen Antibiotika einen Schutzmechanismus entwickelt haben, sog. Antibiotikaresistenzen. Im Fokus stehen Infektionserreger wie z.B.

·         MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)

·         VRE (Vancomycin-resistente Enterokokken)

·         ESBL (Extended-Spectrum-Betalaktamasen)

·         3-MRGN (Multiresistente gramnegative Stäbchen mit Resistenz gegen 3 der 4 Antibiotikagruppen)

·         4-MRGN (Multiresistente gramnegative Stäbchen mit Resistenz gegen 4 der 4 Antibiotikagruppen)

Diese Erreger sind verantwortlich u.a. für Pneumonien (Lungenentzündungen), Bakteriämien (Blutverunreinigung durch Bakterien) und Wundinfektionen. Sie stellen für die Humanmedizin ein ernstzunehmendes Problem dar. Ursachen für diese Entwicklung sind

·        der qualitative und quantitative Einsatz von Antibiotika in der Human- und Veterinärmedizin

·        Einsatz in der Massentierhaltung (Therapie und Prophylaxe von Erkrankungen, Wachstumsförderung)

·        Verwendung in der Landwirtschaft (Pflanzenschutz, etc.)

·        unzureichender Abbau von Antibiotika im Körper (Antibiotikareste gelangen ins Abwasser, Bakterien bilden Resistenzen in den Abwasserkanälen bzw. Kläranlagen)

Der Verbrauch von Antibiotika ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Nicht zuletzt werden bei Infektionskrankheiten, z.B. Grippe, Antibiotika ärztlich unkritisch verordnet, obwohl diese bei Viren keinerlei Auswirkungen haben.

In dem TV-Beitrag "Die Antibiotika-Falle" (ein Beitrag des NDR Fernsehen) sehen sie, welche Folgen und Komplikationen diese Resistenzen haben. Nehmen Sie sich die Zeit, und schauen sich diesen sehr interessanten Bericht an!